Glossar
Content-Warning beschreibt, wenn Inhalte auf Social-Media-Plattformen von den BetreiberInnen mit warnenden Labels versehen werden. Beispielsweise geben diese Warnungen an, dass Inhalte „umstritten“ sind, oder sie verweisen auf offizielle Seiten. Um fragwürdige Inhalte zu identifizieren, werden zum Teil Hinweise von anderen Social-Media-NutzerInnen genutzt. Es kann aber auch Software eingesetzt werden, um entsprechenden Content zu finden.
Debunking bezeichnet das Aufdecken und Widerlegen von Desinformation, Lügen und Mythen und bezieht sich in der Regel auf digitalen Content.
Der Digital Services Act ist eine EU-weite Verordnung für digitale Dienste, die seit dem Februar 2024 vollkommen in Kraft ist. Digitale Dienste beziehen sich im Rahmen des DSA auf Vermittlungsdienste wie Host-Provider, Online-Marktplätze und soziale Netzwerke. Der DSA zielt darauf ab, die Rechte von europäischen Nutzer*innen im Internet besser zu schützen, und soll dazu beitragen, dass effektiver auf Falschinformation und rechtswidrige Inhalte auf Plattformen reagiert werden kann.
Fact-Checking bzw. Faktencheck bezeichnet das Verfahren, bei dem unabhängige JournalistInnen oder Faktenchecker Aussagen und Informationen hinsichtlich ihres Wahrheitsgehalts mittels Recherche prüfen und gegebenfalls ganz oder teilweise richtigstellen. Der Begriff bezeichnet außerdem eine Reihe von journalistischen Angeboten und gemeinnützigen Organisationen, die in den letzten Jahren entstanden sind, um der Verbreitung von digitaler Desinformation etwas entgegenzusetzen. Beispiele sind das Portal Faktenfinder der ARD tagesschau, die Faktencheck-Redaktion der dpa oder das gemeinnützige Recherchenetzwerk Correctiv.
Unter In-Degree versteht man die Anzahl der eingehenden Verbindungen eines Knotens. In unseren Kommunikationsnetzwerken auf Telegram zeigt dieser Wert, wie viele andere Akteure den Kanal teilen. Analog dazu beschreibt der Out-Degree die ausgehenden Verbindungen – also wie viele andere Kanäle der Akteur selbst teilt.